Was ist Trimmen?

Das trimmen ist nichts anderes, als  Herauszupfen von losem, abgestorbenem Haar aus der Haut samt Haarwurzel. Klingt schmerzhaft fühlt sich für den Hund aber ganz anders an. 

 

Beim vielen rauhaarigen Hunde wächst das neue Haar aus demselben Follikel heraus, in dem das alte Haar noch drin steckt. Es sind auch mehrere neue Haare, die da heranwachsen. Das alte Haar steckt weiterhin im Follikel, stirbt ab, blasst aus und die neuen Haare können nicht richtig wachsen.

 

 

Das alte, tote Haar muss also raus! Wie schon oben erwähnt, dieser Vorgang tut dem Hund nicht weh, sofern natürlich mit dem entsprechenden Fachwissen und Können vorgegangen wird!!

Einige Hunde genießen das trimmen sogar, da abgestorbenes und zu dichtes Haar für den Hund unangenehm ist und auch juckt. Das trimmen bringt Erleichterung und lindert somit den Juckreiz.

Wenn Sie das Fell Ihres Hundes selber trimmen wollen, ist es ratsam, dass Sie sich dies einmal von einem Hundefriseur, auch bei mir, zeigen lassen, sodass Sie sichergehen können, dass Sie auch alle Schritte richtig machen. 

Es gibt zwei Trimm-Methoden .

Ich bevorzuge das Handtrimming. Dazu brauche ich nur den Daumen und den Zeigefinger. Für besseren halt und um meine Finger besser zu schützen, nehme ich gerne Gummifingerlinge. Eine Art Kappe die ich über die Fingerkuppe stülpe.

 

Das Trimmesser ist auch eine sehr gute Möglichkeit schnell und schwer entfernbare Haare abzutrimmen. Dabei sollte das Trimmesser möglichst stumpf sein. Bei dieser Methode werden einige Haare mit dem Daumen gegen die gezackte Klinge gedrückt und mit einem sanften Ruck ausgezupft. 


Natürlich entfernen Sie auch durch tägliches Bürsten etwas von dem losen Haar, aber eben nur einen kleinen Teil. Der Rest muß abgetrimmt werden. Täte man dies nicht, so würde das Fell immer mehr verdichten und letztlich auch verfilzen. Nimmt man dann die Schermaschine statt des Trimmmessers, ist das (Hunde)Elend vorprogrammiert. Beim Abscheren des Hundes wird ja kein einziges Haar aus der Haut entfernt, sondern nur über der Haut abgeschnitten.

Den richtigen  Zeitpunkt für das Trimmen Ihres Hundes erkennen Sie nicht zuletzt auch daran, dass er sich verstärkt zu kratzen beginnt und mehr Haare verliert als üblich.

 

Vielleicht denken Sie jetzt es würde reichen, wenn der Hund gut gebürstet wird. Doch dies ist leider nicht richtig.

 


Das Fell ist also genauso dicht wie vorher. Es kommt immer noch nicht genug Luft an die Haut, der Hund kratzt sich da es anfängt unangenehm zu jucken.. Das Haar wird aus Platzmangel in der Haut immer dünner und feiner, es verliert die Farbe, verfilzt wesentlich schneller, ist weder schmutz noch wasserabweisend, sondern nimmt Feuchtigkeit und Schmutz wie ein Schwamm auf. Letztlich ist ein Besuch beim Tierarzt wahrscheinlich, da der Hund Hautekzeme oder Pilzinfektionen entwickelt. 

 

Dies alles kann durch fachgerechte Fellpflege verhindert werden! Durch das korrekte Trimmen des Haares wird die Haut belüftet und durchblutet, der Hautstoffwechsel wird angeregt und das Haar wird Kräftig in Struktur und Farbe. Der Hund haart nicht und sieht stehts gepflegt aus. Schmutz wird leicht herausgebürstet und das Fell trocknet schnell.

Diese Rassen werden getrimmt:

Airedale Terrier, Cairn Terrier, Foxterrier, Jack-und Parson Russel Terrier, Rauhaardackel, Welsh und Lakeland Terrier, Norfolk und Norwich Terrier, West Highland Terrier, Schnauzer

Trimmhunde mit weichem Haar

Spaniel und Setter

 

linkes Bild: fertig getrimmter Jack Russell Terrier